1. Die Unternehmensstrategie stellt den Kunden in den Mittelpunkt. Seine Zufriedenheit mit den Produkten und Leistungen des Unternehmens, sein Vertrauen in dessen ökologische, soziale und finanzwirtschaftliche Kompetenz sind Voraussetzungen für zukünftiges Geschäft.
  2. Stetige Innovationen in Richtung nachhaltiger Entwicklung erfordern Investitionen auf einer stabilen Eigenkapitalbasis, worauf die Eigentümer bei der Gewinnentnahme achten.
  3. Ein zukunftsfähiges Unternehmen richtet seine Produktion und Produkte an ökologischen Erfordernissen aus, geht immer effizienter mit Ressourcen um und greift zunehmend auf regenerative Quellen zurück, wobei es damit ökonomische Vorteile realisiert.
  4. Die Beachtung sozialer Grundwerte im Unternehmen selbst als auch bei der Beschaffung von Betriebsmitteln und Vorprodukten ist unverzichtbarer Bestandteil der Unternehmenspolitik.
  5. Dreidimensionale Zielorientierung trägt den Renditebedürfnissen der Anteilseigner ebenso Rechnung wie dem Erfordernis eines ökologisch ausgerichteten Handelns und einer konsequenten Wahrnehmung der sozialen Anforderungen der Mitarbeiter und der Gesellschaft.
  6. Nachhaltige Unternehmensentwicklung ist ein Prozess, dessen Dynamik durch Anforderungen des Marktes und Erkenntnisse über ökologische und soziale Zusammenhänge bestimmt wird.

Nachhaltige Entwicklung wird zunächst aus volkswirtschaftlicher oder ökologischer Perspektive gesehen und definiert. Dies war auch im Jahr 1713 die Sicht der ersten Nachhaltigkeitsstrategie: Der Kahlschlag der Wälder bedrohte den Bergbau im Erzgebirge. Ohne Holz konnten die Gruben nicht befestigt, die Holzkohle für die Meiler nicht gewonnen werden. Von Carlowitz formulierte angesichts dieser Rohstoffkrise in seinem Werk "Sylvicultura oeconomica" erstmals, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch planmäßige Aufforstung, durch Säen und Pflanzen nachwachsen konnte.
Globalisierung, zunehmende Umweltbelastung und wachsende Ungleichheit bei den Lebensbedingungen führten in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts zur Gründung von UN-Kommissionen mit dem Auftrag, für diese Herausforderungen Lösungen zu finden. Die heute bekannteste Definition für eine globale nachhaltige Entwicklung stammt aus dem Bericht der Brundlandt-Kommission:
"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen."
(World Comimission of Environment and Development: "Our Common Future", 1987)
Auf der Web Site der UNESCO heißt es zutreffend:
„Heute ist Nachhaltigkeit ein Gesamtkonzept. Ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungen dürfen voneinander nicht getrennt oder gegeneinander ausgespielt werden: kein dauerhafter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Fortschritt ohne intakte Umwelt – keine intakte Umwelt ohne wirtschaftliche und gesellschaftliche Prosperität. Der Kerngedanke des Leitbildes nachhaltiger Entwicklung lautet: Auf lange Sicht darf die Weltgemeinschaft nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben, dürfen einzelne Gesellschaften nicht zu Lasten der Menschen in anderen Regionen der Erde konsumieren."  ( http://www.unesco.de/3419.html )


Die Operationalisierung nachhaltiger Entwicklung ist eine Daueraufgabe, die klarer Grundsätze bedarf. Mit Blick auf einen notwendigen politischen Rahmen aber auch auf betriebswirtschaftliche Erfordernisse formulierte eine Enquête-Kommission des Deutschen Bundestags Regeln für das nachhaltige Management von Stoffströmen. Die Kommission erarbeitete eine ökologische, eine ökonomische und eine soziale Dimension (Enquête-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt": Konzept Nachhaltigkeit - Vom Leitbild zur Umsetzung, 1998). Alle drei Dimensionen sind als gleichrangig anzusehen. Die Bundesregierung leitete daraus ihre Nachhaltigkeitsziele ab.

Bereits von Carlowitz setzte vor 300 Jahren nicht auf die Bekämpfung einer akuten oder in naher Zukunft befürchteten Verknappung des Rohstoffs Holz. Seine Strategie zur langfristigen Sicherung des ökonomischen Nutzens von Wald beginnt mit der Beachtung der ökologischen Regelkreisläufe des Walds. Ökologische Bedingungen, sozioökonomische Anforderungen und technische Möglichkeiten der Forstbetriebe wurden Steuergrößen für die Bewirtschaftung. Betriebswirtschaftliches Ziel der nachhaltigen Forstwirtschaft ist somit die Werterhaltung der eigenen Wälder bei dauerhafter Entnahme von Holz zur Deckung laufender Ausgaben. Ein erster nachhaltig denkender Unternehmer...

Was sagt der Duden? Nachhaltigkeit (Ökologie) Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.

Zu kurz gesprungen - hier irrt der Duden, denn Nachhaltigkeit ist mehr als Ökologie.